See you on the other side.

See you on the other side.

Die Zeit in unserem zweiten 21TORR Popup Office ist vorbei und wir sind wieder im deutschen Arbeitsalltag angekommen. Gerade die letzten Tage sind in unserem geliebten “Greykjavík” vergangen wie im Flug: Wir haben fehlende Souvenirs gekauft, ungefähr 50 Paar Schuhe von der Treppe geklaubt und in unseren Koffer verstaut. Noah hat noch einmal für uns die Kochlöffel geschwungen und wir haben ein letztes gemeinsames isländisches Craft Bier getrunken. Schließlich war es so weit: Wir mussten Abschied nehmen. Nicht nur von unserer Zeit im POPUP21, sondern auch von unseren neu gewonnenen isländischen Kollegen und Freunden, dem Team bei Jökulá. Wir werden den wertvollen täglichen Austausch, den wir in unserem internationalen Coworking Space genossen haben, vermissen. Sowohl auf professioneller als auch auf persönlicher Ebene. Aber da Kommunikation über Landesgrenzen hinweg kein Problem für uns ist, werden wir den Kontakt mit unseren isländischen Freunden aufrechterhalten.

Und, wie war’s?

Eine der häufigsten Fragen, die uns TeilnehmerInnen nach unserer Rückkehr gestellt wurde, ist: “Wie war Island?” Ja, wie war es? Wie lassen sich vier aufregende Wochen im POPUP21 zusammenfassen? Wir haben die Technologie- und Digitalszene von Reykjavík erkundet, Inspirationen aus Kunst, Kultur und Design in der isländischen Hauptstadt gezogen und eine wunderschöne Landschaft bereist. Wir haben gemeinsam gelebt und gearbeitet. Müssten wir die Experience in einem Wort zusammenfassen, würden wir wahrscheinlich “außergewöhnlich” wählen. Eine Erfahrung, die nicht nur eine berufliche und persönliche Weiterentwicklung gefördert, sondern uns auch als Team zusammengeschweißt hat.

Krimi-Dinner, Coworking und Kaffibarinn

Während unserer Zeit auf Island haben wir inmitten von Restaurants, Kneipen und Bars, Handcraft-Shops und Souvenirläden in einem Apartment im Zentrum der Hauptstadt gewohnt. Diese durften wir während unserer ersten fünf Tage in Quarantäne jedoch nur aus der Ferne beobachten. Gemein, wenn man direkt oberhalb einer der beliebtesten Bars Reykjaviks wohnt😉 Der Beginn unseres POPUP21 war somit geprägt von Home Office im Apartment, Gewöhnung an unser nach Schwefel riechendes Duschwasser (auch „rotten egg shower“ genannt), langen Spaziergängen und Spieleabenden. 

Nach Beendigung der Isolation haben wir uns auf direktem Weg zu unserem mit Spannung erwartetem Coworking Space bei der Agentur Jökulá gemacht. Hier hat sich unser Arbeitsalltag nicht von dem in Deutschland unterschieden: Wir haben auf den gleichen Projekten, in denselben Teams und mit denselben Kunden gearbeitet. Durch die Integration in das Team bei Jökulá konnten wir unser Netzwerk erweitert sowie Einblicke in andere Arbeitsweisen und spannende Projekte erhalten. Gerade der gesunde Pragmatismus, mit dem die isländischen Kollegen an Projekte herangehen, hat nachhaltig beeindruckt. Eine besonders schöne Erfahrung war ein gemeinsamer „Show and Tell”, an dem KollegInnen aus Deutschland, Island und den USA teilgenommen haben – gegenseitiges Lernen und Inspiration inklusive.

“Gerade der gesunde Pragmatismus, mit dem die isländischen Kollegen an Projekte herangehen, hat nachhaltig beeindruckt.”

Gearbeitet haben wir in Reykjavík zu deutschen Zeiten. Das hat nicht nur die Kommunikation mit den KollegInnen in der Heimat erleichtert, sondern auch gut mit den isländischen Arbeitsgewohnheiten zusammengepasst: Nach einem letzten Tischfußballspiel (lautes Grölen inbegriffen) wurde gerne um 16 Uhr der Laptop zugeklappt. Zeit, um gemeinsam ein Bier trinken zu gehen (unsere Favoriten: Bar Ananas und Kaffibarinn), in einen Hot Pot am Strand in Reykjavik zu hüpfen, ein Krimi-Dinner zu veranstalten, ein Eis essen oder an der Küste joggen zu gehen. In vollen Zügen haben wir die Freiheiten genossen, die uns Reykjavík geboten hat.

Digital First

Das 21TORR Popup Office bietet die Chance, aus dem Alltag auszubrechen und daran zu wachsen. Neues zu erleben und dies wieder einzubringen. Island hat uns nicht nur mit einer außergewöhnlichen Landschaft und einer Kultur begeistert, die in enger Verbindung zur Natur steht. Es offeriert mit seiner progressiven Technologie- und innovativen Digitalszene auch Anregungen für’s digitale Leben und Arbeiten. Und das an jeder Ecke: Durch die isländische “digital-first” Strategie sind wir mit allerlei spannenden Apps, digitalisierten öffentlichen Dienstleistungen und modernen Technologien in Kontakt gekommen.

Die Isländer nutzen täglich beliebte digitale Tools und Services: Einlasskarten im Büro, Online-Lieferdienste (viel und gerne während unserer Zeit in Quarantäne genutzt) oder auch Selbstbedienungskassen im Supermarkt. Naturverbundenheit und Technologie stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern erleichtern den Alltag. So waren auch dank des flächendeckenden Highspeed-Internets auf der Insel Videoanrufe mit unseren Familien und Freunden vom Gipfel eines Berges oder in der Nähe des feuerspeienden Vulkans überhaupt kein Problem. Ein weiteres Plus: Dank der weit verbreiteten kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten brauchten wir kein Bargeld 🤑

Zusätzlich hat uns die Zeit bei Jökulá einen Deep Dive in die isländische Technologie- und Digitalszene geboten und neue Impulse für unseren Arbeitsalltag bereitgehalten. Auch der gemeinsame Austausch zu Arbeitsabläufen, Designprozessen und Tools war sehr interessant und hilfreich.

Greykjavík – unser ganz persönlicher Kulturhorizont

Neben neuen Eindrücken aus der Tech-Szene haben Islands Kultur und Reykjavíks Kunst- und Designszene unsere Herzen höherschlagen lassen. Der ständige Wind, regelmäßige Regenschauer und der seltene Anblick eines blauen Himmels haben der Hauptstadt den Spitznamen Greykjavík eingebracht. Und genau das scheint die Street-Art-Szene von Reykjavík zu beflügeln, die Stadt mit wunderschönen kunstvollen und farbenfrohen Wandmalereien zu schmücken. Fast jede Straßenecke ist mit riesigen Graffitis bemalt, die wie Farbtupfer Leben in das vorherrschende Grau bringen. Gleichzeitig bieten Popup Galerien und Kunstmuseen in Reykjavík eine kreative Pause und inspirieren mit diversen KünstlerInnen, die oft die Natur in ihre Werke mit einbeziehen.

Und die IsländerInnen selbst? Sie sind authentisch, vielfältig, offen, stolz, direkt, sehr höflich und immer hilfsbereit. Die Mischung aus fortschrittlicher Technologieoffenheit und naturverbundenem, traditionellem Lebensstil spiegelt sich in allem wider, was sie tun und wie sie sich verhalten. In der alten Kunst des Brotbackens und der Herstellung wunderschöner Keramiken. Im klaren, funktionalen Design. In der Art, das Leben zu genießen und die kleinen Dinge zu schätzen. In ihrer eigenen Weise, Kunst in den Alltag zu integrieren und Farbe zu bekennen. Wir lieben das.

“Die Mischung aus fortschrittlicher Technologieoffenheit und naturverbundenem, traditionellem Lebensstil spiegelt sich in allem wider, was die IsländerInnen tun.”

Mutter Natur: Das wahre Kunstwerk

Unglaublich schön und faszinierend ist die vielfältige, unberührte Natur Islands: Kristallklare Seen, die in der Sonne glitzern und ein ideales Wochenendziel darstellen, unzählige Wasserfälle, die sich in die Tiefe stürzen, weiße Gletscher, die den Horizont überragen oder heiße Quellen, die zum Entspannen einladen.

Da eine Workation sowohl aus “Work” als auch aus “Vacation” besteht, haben wir die Gelegenheit genutzt, an den Wochenenden die atemberaubende Landschaft der Insel zu erkunden. Vom Vulkan Fagradalsfjall, wo wir glühende Lava beobachten konnten, die den Berg hinunterfließt, bis zur berühmten Blue Lagoon, in der wir ein paar entspannte Stunden im Wasser verbracht und uns Schlamm ins Gesicht geschmiert haben. Auf dem Rücken von Islandponys (ok, zugegeben, nur Isabell ist geritten) und auf dem Dach eines Whale-Watching-Bootes haben wir Island neu erlebt. Und der Golden Circle hat uns vom beeindruckenden Geysir Strokkur über den berühmten Gullfoss Wasserfall bis hin zum Thingvellir Nationalpark geführt. Die Ebene des Parks ist von Flüssen durchzogen und ein riesiger Riss in der Erde zeugt von der Bewegung der Kontinentalplatten, auf denen Island sitzt. Was für eine perfekte Kulisse für Reise- und Fotografie Liebhaber wie uns.

Zeit für ein Fazit

Für uns alle war das POPUP21 ein regelrechter Energie Booster: Nach so vielen tristen Monaten im deutschen Corona-Winter war die Vulkaninsel wie ein frischer Wind, der neue Ideen, Motivation und vor allem einen erweiterten Horizont mit sich gebracht hat. Gleichzeitig ist in den vier Wochen auf Island ein enger Zusammenhalt unter uns TeilnehmerInnen entstanden. Die Umsichtigkeit, mit der wir alle aufeinander Acht gegeben und die vielen Erlebnisse, die wir geteilt haben. Die Freude und Neugierde, mit der wir gemeinsam Land und Leute entdeckt und kennengelernt haben – all dies schweißt zusammen.

Das Popup Office in Reykjavík war genau wie sein Vorgänger ein Erfolg auf allen Ebenen. Neben der fachlichen zeigt vor allem auch die persönliche Weiterentwicklung der TeilnehmerInnen einmal mehr, wie wertvoll die Experience für das gesamte Team ist. Und zwar nicht nur für die Popup-Crew – auch die KollegInnen in der Heimat haben durch einen regelmäßigen Austausch in unseren Remote Formaten wie dem Teamfrühstück oder der Cake Break sowie über wöchentliche Updates an der Experience teilgenommen. Gerade die Zeit in unserem deutsch-isländischen Coworking Space war eine Bereicherung für uns alle. Wir freuen uns darauf, den internationalen Projektaustausch zwischen Jökulá und 21TORR aufrecht zu erhalten.

Zurück in Deutschland blicken wir auf unglaublich viele lehrreiche, spannende, lustige und beeindruckende Momente unseres POPUP21 zurück. Was bleibt? Die Sehnsucht nach einem schönen Land, die Vorfreude auf einen Besuch von Jökulá, neue Impulse und jede Menge Inspiration.

Wir sind jetzt schon gespannt, wohin uns das nächste Popup Office führen und wer alles mit dabei sein wird. Greykjavík, wir werden dich vermissen. Popup Office 2022 – wir freuen schon auf alles, was du für uns bereithältst!

Amelie, Communication Manager

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